Fachgespräch Jung und drin - oder draußen vor?

Katja Mast 11.8.08
 

Am Abend des 11. August 2008 fand sich Gabriele Lösekrug-Möller MdB in Begleitung von Katja Mast MdB in der Villa Winkelmann in Bad Pyrmont ein. Man hatte zu einem Fachgespräch zum Thema „Jung und drin – oder draußen vor?“ geladen, in dem Möglichkeiten zur Berufseinstiegsförderung von Jugendlichen diskutiert werden sollten. Ebenfalls anwesend waren Schulleiter Herr Henke und Projektleiterin Frau Heine von der Herderschule Bad Pyrmont, welche ihr Programm ÜSB (Übergang Schule/Beruf) vorstellten und bisherige Erfolge aufzeigten. Das Jugendparlament Bad Pyrmont wurde durch seine Patin Frau Patzig-Bunzel vertreten und Herr Bannig von der Initiative Arbeit und Integration Bad Pyrmont (AIBP) steuerte Erfahrungen aus der eigenen Arbeit bei.

Unter der Moderation von Ullrich Watermann MdL entstand ein ergiebiges und konstruktives Gespräch, in dem auch auf das Wissen des Vertreters der Agentur für Arbeit Herr Freier zurückgegriffen werden konnte.
Das Programm ÜSB greift ab der siebten Klasse und kombiniert die Lernorte Schule und Betrieb. Die bisher 200 Schüler der Herderschule durchlaufen zunächst in der siebten Klasse 40 in den Stundenplan eingearbeitete Stunden, in denen sie in über 30 lokalen Betrieben Betriebspraxis erhalten. In der achten Klasse schließt sich eine Projektwoche zur Anfertigung von Bewerbungsmappen und zum trainieren von Bewerbungsgesprächen an. Diese wird von Experten aus den schon genannten Betrieben begleitet. In der neunten Klasse findet weiterführendes Bewerbungstraining statt. All dies dient dem Ziel, den Jugendlichen ihren späteren Übergang von der Schule in die Erwerbstätigkeit leicht und erfolgreich zu gestalten.
Im Rahmen der Initiative AIBP werden junge Erwachsene zwischen 19 und 21 Jahren für sechs Monate an Fertigkeiten und Eigenschaften, die für das Berufsleben unerlässlich sind, herangeführt. Ein Focus liegt hier auf Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Ordentlichkeit. Insgesamt soll das Selbstwertgefühl erhöht werden, damit es nicht am nötigen Selbstvertrauen fehlt, den Einstieg in die Selbstständigkeit zu wagen.
Zusammenfassend kam man überein, dass die Wartezeit zwischen Schulabschluss und Berufseinstieg zu lang sei und dass Ausbildungsbonus und sozialpädagogische Hilfe wichtige Stützen für Schulabgänger seien.