Buchtipp September 2007

Anna Gavalda: Zusammen ist man weniger allein. Fischer Taschenbuch 2006, 588 Seiten.

Dieses wunderbare Buch ist verfilmt worden und vor Kurzem in den deutschen Kinos angelaufen. Ich jedoch empfehle die Lektüre!

Anna Gavalda beschreibt das Leben eines „gerupften Spatzes“, Camille, eine junge, hochbegabte Zeichnerin, die es vorzieht als Putzfrau zu arbeiten. Sie lebt allein, zurückgezogen in einem kaum zu heizenden Zimmer unterm Dach und ist viel zu dünn.

Meint es das Leben nicht gut mit ihr, oder meint sie es nicht gut mit dem Leben? Erst die Bekanntschaft mit ihrem Nachbarn, einem stotternden Marquis namens Philibert, der verarmt in einer riesengroßen Altbauwohnung wohnt, hilft ihr Schritt für Schritt wieder zurück ins Leben und dann noch viel weiter… Denn da gibt es ja noch Franck, der unfreundliche und rücksichtslose Zweck-Mitbewohner Philiberts, ein Koch, der Frauen und Motorräder liebt. Einmal pro Woche besucht er seine geliebte Oma Paulette, die keine Lust aufs Altersheim hat.

Aus diesen „schrägen Vögeln“ bildet sich nach und nach eine Wohngemeinschaft der besonderen Art, und man mag einfach nicht aufhören zu lesen.

Anna Gavalda erzählt charmant und ideenreich eine wunderschöne Liebesgeschichte in einer Mehrgenerationen-WG, ein modernes Märchen, das einem das Herz wärmt und einfach nur schön ist.