Buchtipp: Vom Ende der Einsamkeit. Von Benedict Wells

Diogenes Verlag 2016

Benedict erzählt die Geschichte der Geschwister Jules (Ich-Erzähler), Liz und Marty über einen Zeitraum von 1980 bis in die Jetztzeit. In dem Buch geht es um eine, durch die wohl schlimmste Katastrophe überschattete Kindheit und Jugend - den frühen Verlust beider Eltern - und die Schwierigkeit, danach wieder Vertrauen zu fassen ins Leben und in die Liebe. Infolge des Todes der Eltern durch einen Autounfall nehmen die Geschwister sehr unterschiedliche Entwicklungen, verlieren sich über lange Zeit aus den Augen um im fortgeschrittenen Alter, nach zahlreichen gelungenen und misslungenen Lebenserfahrungen wieder zusammenzufinden. Poetisch und klug vermittelt uns der Autor einen Eindruck davon, was Einsamkeit, Trauer und Glück für den Menschen bedeutet. Es werden existentielle Themen um Liebe, Familie, Kinder, Heimat und Verlust auf eine kluge Art, voller Menschenkenntnis behandelt. Herausragend ist die Schilderung wie Jules erst sehr spät seine Jugendliebe Alva heiratet und deren kurze Ehezeit. Eine großartige, zu Herzen gehende Liebesgeschichte. Das Buch ist mit erzählerischer Sorgfalt, sehr spannend und packend erzählt.  Ein wunderbares, trauriges, rührendes und nahegehendes Buch, das auch nach der Lektüre beschäftigt und nachdenklich macht.  

Ein Tipp von Jens Hundrieser. Vielen Dank dafür!