Der Buchtipp für Juni 2016: „Rose der Welt" von Peter Prange.

Die im 13. Jahrhundert gegründete, damals größte und fortschrittlichste Universität der Welt ( Rose der Welt) in Paris lehrte schon früh das Wissen antiker Autoren wie z.B. Aristoteles oder Sokrates.. Freilich wollen die katholische Kirche und Krone die Lehrmeinungen mitbestimmen. Die Professoren und Studenten begeben sich in einen Machtkampf gegen diese Bevormundung und für die Freiheit der Lehre. Unter ihnen sind die Jugendfreunde Paul und Robert. Während Paul sein Studium abgebrochen hat, um dem Geschäft eines Kopisten nachzugehen wird Robert von seinem Professor sehr gefördert. Seine schon angedachte geistliche

Peter Prange hat wie immer akribisch recherchiert und die Fakten zu einem sehr spannenden historischen Roman verarbeitet, der fast schon als populärwissenschaftliches Werk gelten kann. Zwar verzichtet er nicht auf die, für dieses Genre typische Beziehungsgeschichte, setzt diese aber verhalten und immer im Sinne des eigentlichen Themas ein. Ihm geht es um die Entwicklung, die Emanzipation des Denkens, das sich aus der Bevormundung von Kirche und Obrigkeit lösen muss, um die Freiheit und Unabhängigkeit zu erlangen und somit Fortschritt zu ermöglichen. Ein anspruchsvoller, packender Roman .

Dieser Buchtipp kommt von Jens Hundrieser.