Sonderbuchtipp Unmöglich. Aber machbar.

Sonderbuchtipp zur Leipziger Buchmesse:

 

Antje Mönnig:
Unmöglich. Aber machbar.
Inklusion von blinden und sehbehinderten Schülern.

Die Leipziger Buchmesse ist immer für Überraschungen gut. In diesem Jahr ist für mich die Sensation der Buchmesse ein in jeder Hinsicht ungewöhnliches Buch, das am 18. März der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Antje Mönnig, Absolventin der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle a. d. Saale, versteht ihr Buch als Diskussionsbeitrag zum Thema Inklusion. Im Raum Halle-Leipzig traf die Autorin Menschen mit und ohne Sehbehinderung, die in vielfältiger Form mit dem Thema in Verbindung stehen.

Die persönlichen Geschichten sind gerahmt von Fakten zum Thema Inklusion und Nicht-Sehen. Durch Einschränkungen des Sichtfeldes im Buch wird der Lesefluss immer wieder gestört und so wird der Leser zum Betroffenen – ein erster Schritt um zu verstehen. Gleichzeitig vermitteln diese Folien Informationen zu den verschiedenen Augenkrankheiten. Das Audiomaterial schafft außerdem einen auditiven Zugang zum Inhalt des Buches und bildet eine weitere Ebene der Wahrnehmung.

Antje Mönnig verweist anschaulich auf die Komplexität von Inklusion und deren Umsetzung im Bereich Schule. Sie will Anstöße für Fragen und Lösungen liefern. „Unmöglich. Aber machbar“ soll sensibilisieren und auch durch seine besondere Gestaltung eine Tür öffnen – um zu fühlen, zu erfahren und zu verstehen.

Bibliographische Angaben:

Antje Mönnig: „Unmöglich. Aber machbar. Inklusion von blinden und sehbehinderten Schülern“
Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB), Leipzig 2016. ISBN 978-3-7465-0060-7, 190 x 245 mm, 134 Seiten, verschiedene Papiere und Folien sowie ein Tastrelief und Brailledruck, inkl. DAISY-Hörbuch mit Audioversionen von ausgewählten Texten, Interviews und Bildbeschreibungen, 39 Euro, Bezug über Tel.: 0341 7113-119, E-Mail: verkauf@dzb.de oder www.unmoeglich-aber-machbar.de