Umsetzung der Ausbildungsgarantie – betriebliche Ausbildung muss Vorrang haben

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Der aktuelle Berufsbildungsbericht wurde am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen. Die aktuellen Ausbildungszahlen zeigen Handlungsbedarf. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich deshalb im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung für die Ausbildungsgarantie ein.

 

Der im Kabinett beschlossene Berufsbildungsbericht 2014 zeigt, dass die  berufliche Bildung in Deutschland im internationalen Vergleich ein Erfolgsmodell ist. Sie ist ein anerkannter Schlüsselfaktor für Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und hohe Beschäftigungsquoten. Allerdings gilt es, einige Hausaufgaben zu machen.

Mit 530.715 Verträgen ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2013 auf einen historischen Tiefstand gefallen. Das ist ein Minus von 20.000 Verträgen im Vergleich zum Vorjahr. Zum Stichtag 30. September 2013 suchten noch über 83.000 Jugendliche akut einen  Ausbildungsplatz, während gleichzeitig noch 33.500 offene Plätze gemeldet waren. Zugleich sank die Ausbildungsbetriebsquote auf 21,3 Prozent. Kleine und mittlere Unternehmen ziehen sich zunehmend aus der Ausbildung zurück.

Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich deshalb im Rahmen der Allianz für Aus-  und Weiterbildung für die Umsetzung einer Ausbildungsgarantie ein. Vorrangiges Ziel ist dabei, junge Menschen in eine betriebliche Ausbildung zu vermitteln. Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf soll mit der Berufseinstiegsbegleitung und der assistierten Ausbildung unter die Arme gegriffen werden. Auch vor dem Hintergrund der Verbesserung der Ausbildungsqualität und –bereitschaft ist es der SPD-Bundestagsfraktion ein großes Anliegen, die Gewerkschaften bei der Allianz für Aus- und Weiterbildung mit ins Boot zu holen.

Wir appellieren - auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung  und des Fachkräftebedarfs - an die deutsche Wirtschaft, wieder mehr Ausbildungsplätze bereit zu stellen. Gerade leistungsschwächeren Jugendlichen muss dabei eine Chance gegeben werden.

Die Zielrichtung der SPD-Bundestagsfraktion ist klar: Wir werden keinen Jugendlichen zurück lassen.