Neue Zeiten für die Gleichstellung von Frauen und Männern

SPD-Bundestagsfraktion
 

Die Zeitaufteilung zwischen den Geschlechtern entscheidet über Chancen und Nachteile im gesamten Lebensverlauf. Mit ihrem heute vorgelegten Antrag zum Internationalen Frauentag will die SPD-Bundestagsfraktion die Zeitsouveränität von Frauen und Männern stärken und so struktureller Diskriminierung von Frauen im Erwerbsleben vorbeugen.

 

Frauen verwenden weniger Zeit pro Woche für eine Erwerbsarbeit als Männer, dabei wünschen sie sich, ihre Arbeitszeit anzunähern und Familienaufgaben partnerschaftlich zu organisieren. Mit dem ElterngeldPlus soll der Wiedereinstieg nach der Geburt erleichtert, mit dem Partnerschaftsbonus auch Vätern eine Teilzeitbeschäftigung attraktiver gemacht werden. Doch darf Teilzeitarbeit keine Einbahnstraße bleiben: Frauen und Männer, die familienbedingt ihre Arbeitszeit reduziert haben, müssen ein Rückkehrrecht auf ihre frühere Arbeitszeit erhalten.

Und diese Arbeit muss gerecht entlohnt werden: Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit und ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro sind hier die Maßgabe. Andernfalls droht insbesondere Frauen am Ende ihres Erwerbslebens Altersarmut.

Besonders betroffen von Armut und einem Mangel an Zeit sind Alleinerziehende – 90 Prozent von ihnen sind Frauen. Entscheidend für sie ist, das eng getaktete Berufs- und Familienleben mühelos unter einen Hut zu bringen.

Unerlässlich hierfür ist eine qualitativ gute, bedarfsgerechte Ganztagsbetreuung an Kitas und Schulen. Darüber hinaus muss die Möglichkeit der beruflichen Teilzeitausbildung insbesondere für Ein-Eltern-Familien weiterentwickelt werden.