Fachkräftebedarf: Potential von Frauen stärker nutzen

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Bundesministerium für Arbeit und Soziales - BMAS

 

Der heute von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles vorgelegte Fortschrittsbericht 2013 zum Fachkräftekonzept der Bundesregierung zeigt: In der Sicherung unseres Fachkräftebedarfs haben wir wichtige Fortschritte erzielt. Der Bericht zeigt auch, dass es noch offene Baustellen gibt. Dazu zählt die im europäischen Vergleich noch zu niedrige Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt.

 

Die Wirtschaft brummt und wächst. Das ist gut so. Damit das so bleibt, braucht Deutschland jetzt und in Zukunft genügend Fachkräfte. Denn sei es im IT-Bereich, in der Medizin oder in der Pflege – der Fachkräftebedarf ist spürbar und wird aufgrund des demografischen Wandels weiter zunehmen. 

Dafür müssen wir das Potential von Frauen stärker nutzen. Der ‚Fortschrittsbericht 2013 zum Fachkräftekonzept‘ zeigt, dass weiterhin erhebliches Potenzial zur erhöhten Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben vorhanden ist.

Positiv ist, dass die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren am Arbeitsmarkt zunimmt. Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs muss sich aber nicht nur die Erwerbstätigenquote von Frauen, sondern auch deren Arbeitsumfang erhöhen. Laut des Berichts ist die Teilzeitquote von Frauen mit 45 Prozent nach wie vor zu hoch. Um das Potential stärker zu nutzen, brauchen wir eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Bundesregierung ist hier auf dem richtigen Weg, indem sie den Ausbau von Kitas und Ganztagsschulen weiter vorantreibt. Mit dem Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit schafft sie ein Instrument, mit dem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Erwerbsarbeit und Privatleben besser vereinbaren können und den Unternehmen zugleich als qualifizierte Fachkräfte erhalten bleiben.

Der zunehmende Fachkräftebedarf bietet auch Chancen. Er ermöglicht Menschen neue Erwerbschancen. Die Schwerpunktsetzung der neuen Bundesregierung auf die Aktivierung der Menschen für den Arbeitsmarkt ist absolut richtig. Vor allem die Förderung junger Menschen, Frauen und Älterer sowie Menschen mit Migrationshintergrund sind hier im Fokus.

Doch es muss klar sein: Die Politik kann mit Hilfe der Sozialpartner nur unterstützend tätig sein. Die Sicherung von Fachkräften bleibt vor allem Aufgabe der Unternehmen. Betriebe sind in der Pflicht, ihre Anstrengungen für eine alters- und alternsgerechte Arbeitswelt und demografiesensible Personalpolitik zu verstärken.