„Bürgerkrieg im Wesertal“

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v.l. Werner Schladerbusch, Wilhelm Wedekind, Gabriele Lösekrug-Möller, Wolfgang Schäfer

 

Am vergangen Freitag hat die Bundestagsabgeordnete für das Weserbergland Gabriele Lösekrug-Möller das Museum in Uslar besucht, um sich die Ausstellung „Bürgerkrieg im Wesertal“ anzusehen. Der ehemalige Museumsleiter Wolfgang Schäfer hat freundlicherweise die kleine Gruppe von SPD-Mitgliedern persönlich durch die Räume des Museums geführt.

 

Die Ausstellung befasst sich mit dem in der Region aufkommenden Nationalsozialismus und der Organisation von oppositionellen Kräfte wie beispielsweise die SPD. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Ursachen, Verlaufsformen und Auswirkungen von politischer Gewalt. Das Projekt wendet sich vor allem an junge Menschen und versucht sie für einen demokratischen, gewaltfreien Diskurs zu gewinnen.

In den Jahren 1931/1932 breitet sich die NSDAP geradezu explosionsartig im Weserbergland aus. Anhand einiger durch dramatische Umstände bekannt gewordenen Personen werden die politische Ereignisse anschaulich aufgearbeitet. Ludwig Decker aus Arenborn starb 1932 bei Straßenkämpfen in Beverungen, an denen Kommunisten und Nationalsozialisten aus den Kreisen Höxter, Holzminden, Hofgeismar und Uslar beteiligt waren. Seine Beerdigung inszenierten die Nazis als große Propagandaschau. Später wurde Decker zum Märtyrer erklärt.

Schon im Vorfeld hat Lömö die Vorbereitung der Ausstellung begleitet und unterstützt und hofft, dass sie noch in weiteren Museen oder Schulen ausgestellt werden kann. „Ich finde die Ausstellung sehr gelungen und aufschlussreich“, so die Abgeordnete. „Wir müssen an das dunkle Kapitel der deutschen Geschichte erinnern“, so Lömö weiter.

Vom 27.9. bis 18.10.2013 ist die Ausstellung im Gymnasium Beverungen zu sehen.