Erlebnispädagogik und Geschichte zum Anfassen in Fürstenberg

Jugendbildungsstätte Fürstenberg
 

v.l. Wilhelm Bußhoff, Uwe König, Norbert Tyrasa, Gabriele Lösekrug-Möller und Robert Hartmann

 

Heute besuchte die heimische Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller gemeinsam mit Norbert Tyrasa, Bürgermeister der Samtgemeinde Boffzen, Uwe König, Bürgermeister von Fürstenberg, und dem Ratsmitglied der Samtgemeinde Boffzen Wilhelm Bußhoff die Jugendbildungsstätte in Fürstenberg.

 

Träger der Einrichtung ist das Projekt Begegnung gGmbH in Holzminden. Der neue Geschäftsführer Robert Hartmann und die Hausleiterin Hilde Rose freuten sich sehr über den Besuch der politischen Prominenz. Gerne zeigten sie dir Räume des Hauses und die neue Sporthalle, die direkt an das Gebäude grenzt. Auf dem Grundstück der Einrichtung steht eine Mühle, die nach historischem Vorbild errichtet wurde und einzigartig in der Region ist.

Besonders ausergewöhnlich ist allerdings das Mittelalterdorf Bokenrode. Das Dorf besteht aus insgesamt 16 Gebäuden wie zum Beispiel das Grubenhaus oder die Schmiede. Auf dem gesamten Areal können sich die Kinder und Jugendlichen frei bewegen und sich handwerklich betätigen. So können sie sich selbt Gegenstände schmieden oder Lederschmuck herstellen. Auf der feien Fläche werden mittelalterliche Spiele gespielt.

Lömö: "Ich bin wirklich von der gesamten Einrichtung begeistert. Beim nächsten Fest in Bokerode können Sie mich als Wahrsagerin fest einplanen." Robert Hartmann will Lömö beim Wort nehmen.

Es gibt mehrere Seminarräume, die gerne von Schulen oder Kirchen gebucht werden. Das Haus verfügt über 64 Betten, die jeweils mit Waschbecken und Duschen ausgestattet sind. In dem großen Speiseraum ist Platz für alle Gäste. Gruppen können verschiedene Angebote buchen. Beispielsweise "Leben wie im Mittelalter - Miteinander leben" oder "Soziale Kompetenzen spielend lernen". Die Jugendbildungsstätte versteht sich nicht als Erlebnishotel, sondern ist in ein pädagogisches Gesamtkonzept eingebunden.

Bei der Hausbegehung haben der Geschäftsführer und die Hausleiterin jedoch auch geschildert, wo der Schuh drückt. Das Gebäude müsste dringend energetisch umgerüstet werden. Zurzeit geht viel Wärme aufgrund der schlechten Isolierung verloren. An vielen Stellen nagt der Zahn der Zeit an der Substanz des Hauses. Davon konnten sich auch Gabriele Lösekrug-Möller und die Ortspolitiker ein Bild machen. Wie bei so vielen sozialen Projekten fehlt allerdings an allen Ecken und Enden das Geld. "Es wäre sehr schade für Fürstenberg, wenn wir diese Projekt nicht fördern könnten", so Lömö. Mit diesem Treffen ist der erste Schrit für konkrete Pläne gemacht. Norbert Tyrasa, Uwe König und Wilhelm Bußhoff haben ihre Unterstützung angeboten.