Buchtipp Juli, August und September 2013

Die Sommermonate werden turbulent und arbeitsreich. Wir sind im Wahlkampf! Das wird eine spannende Zeit, in der viele, viele Termine im Weserbergland anstehen. Diesen Sommer wollen wir uns voll und ganz darauf konzentrieren, die Bürgerinnen und Bürger zum Wählen zu animieren und von der SPD zu überzeugen.

Trotzdem wird es hin und wieder die Gelegenheit geben, zur Entspannung ein gutes Buch zu lesen.

Für "Schinkenliebhaber"
Eva Stachniak: Der Winterpalast

Klappentex: Geheime Gänge, verdeckte Türen, dunkle Nischen: Als die Waise Varvara als Dienstmädchen in den Winterpalast kommt, lernt sie schnell, sich ihre Verschwiegenheit und ihren aufmerksamen Blick zunutze zu machen. Keine Intrige, die ihr entginge, kein Getuschel, das ihren Ohren verborgen bliebe. Schnell wird sie zu einer der wichtigsten „Spioninnen“ im Palast. Als die junge Sophie von Anhalt-Zerbst – die spätere Katharina die Große – an den Hof kommt und auf dem Weg zur Macht eine Verbündete braucht, wird Varvara ihre engste Vertraute. Schließlich erklimmt Katharina den Zarenthron – aus der unerfahrenen Fremden wird eine der mächtigsten Frauen ihrer Zeit. Eva Stachniaks opulenter Roman über die ungewöhnliche Freundschaft zweier Frauen führt den Leser in eine Welt, in der Leidenschaft und Vertraulichkeit auf Heimtücke und Verrat treffen – in die abgründig- geheimnisvolle Welt des russischen Zarenhofs, gehüllt in schweren Brokat und knisternde Seide.

Für Handarbeitsfreunde
Tatjana Kruse: Gestickt, gestopft, gemeuchelt: Kommissar Seifferheld ermittelt

Nach "Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich", "Nadel, Faden, Hackebeil" und "Finger, Hut und Teufelsbrut" gibt es nun den vierten Roman um den Kommissar aus Schwäbisch Hall. Eine lesenswerte und amüsante Krimireihe.
Klappentext: Kurz nacheinander werden zwei blutjunge Schauspielerinnen der Freilichtspiele Schwäbisch Hall in der Badewanne grausam ermordet. Siggi Seifferheld findet heraus, dass es um Erpressung ging und dass es sich bei den Tätern um folgende Herren handeln könnte: der Frauenherzen brechende Theaterkollege, der peitschenknallende Regisseur oder der einheimische Bürohengst, ein Mitglied des Gemeinderates. Doch bevor er zusammen mit Gefahrhund Onis die blutigen Fäden dieses Falles entwirren kann, muss sich der stickende 007 um die Frauen in seinem Haushalt kümmern – um seine heiratswillige Tochter Susanne, seine rebellische Nichte Karina und um seine Schwester Irmgard, die Pastorengattin …

Für Kaffetrinker
Jean-Luc Bannalec: Bretonische Brandung: Kommissar Dupins zweiter Fall

Noch eine Krimireihe, die es sich lohnt zu lesen.
WDR 5 über "Bretonische Verhältnisse": Zehn Seemeilen vor Concarneau: Die sagenumwobenen Glénan-Inseln wirken mit ihrem weißen Sand und kristallklaren Wasser wie ein karibisches Paradies – bis eines schönen Maitages drei Leichen angespült werden. Wer sind die Toten am Strand? Wurden sie Opfer des heftigen nächtlichen Unwetters? Alles deutet auf Tod durch Ertrinken hin. Doch als sich herausstellt, dass einer der Toten ein windiger Unternehmer mit politischem Einfluss, der andere ein selbstherrlicher Segler mit jeder Menge Feinden war, ahnt Kommissar Dupin nichts Gutes. War der vermeintliche Unfall auf offener See in Wahrheit ein kaltblütiger Mord? Wer ist der dritte Tote, und was verbindet die drei Männer? Während bereits der nächste Sturm aufzieht, begegnet Kommissar Dupin modernen Schatzsuchern, militanten Meeresbiologen, attraktiven Taucherinnen und unheimlichen Gestalten aus der über-reichen Fabelwelt der Bretonen. Die Ermittlungen führen ihn tief in ein gefährliches Labyrinth von Verstric¬kungen, die Ereignisse spitzen sich zu – und am Ende ist die Wahrheit, wie so oft im Leben, kompliziert. »Ein Muss für Bretagne-Urlauber, Spannung und Prickeln, gepaart mit Austern, traditionellen Dorffesten und schwer auszusprechenden bretonischen Namen und Eigenheiten.

Für Politiker
Egon Bahr: Das musst du erzählen: Erinnerungen an Willy Brandt

Klappentext: Auf dem Sterbebett von seinem Sohn Lars gefragt, wer seine Freunde gewesen seien, antwortete Willy Brandt: „Egon.“ Tatsächlich war Egon Bahr jahrzehntelang Brandts engster politischer und persönlicher Weggefährte. Zum 100. Geburtstag des großen Sozialdemokraten schildert er erstmals seine ganz persönlichen Erinnerungen an Willy Brandt und die gemeinsamen Jahre. Das Ergebnis ist ein ungewöhnlich intimes Porträt Brandts und ein Zeitzeugnis ersten Ranges. Kennengelernt haben sie sich Ende der fünfziger Jahre. Als Regierender Bürgermeister von Berlin machte Brandt den RIAS-Journalisten Bahr zum Senatssprecher. Nach dem Mauerbau entwarfen sie gemeinsam jene Ostpolitik, die bis heute als die große Leistung der Kanzlerschaft Brandts gilt. Als engster Vertrauter folgte Bahr Willy Brandt ins Auswärtige Amt und dann ins Kanzleramt. In Brandts Auftrag verhandelte er die Ostverträge und war im Triumph des gescheiterten Misstrauensvotums wie in der bittersten Stunde des Rücktritts an seiner Seite. Aber auch jenseits der Politik waren sie Vertraute und Freunde. Bahr schöpft aus einer Fülle unbekannter Anekdoten, die er glänzend erzählt und die uns Willy Brandt menschlich nahe bringen.