Girls' Day für alle

Lömö mit acht Girls und einem Boy
 
 

Weil bei dem offziellen Girls' Day der SPD-Bundestagsfraktion im April dieses Jahres nur ein Mädchen teilnehmen konnte, hat die Hamelner Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller kurzer Hand alle anderen Bewerberinnen zu einem eintägigen Ausflug in den Bundestag eingeladen. Und weil es bundesweit "Zukunftstag" heiß, durfte sich auch ein Boy der Gruppe anschließen.

 

Dieses Jahr haben sich viele Mädchen für den Girls' Day beworben. Lömö hatte wie jedes Jahr über die lokalen Medien auf den von der SPD-Bundestagsfraktion organisierten Zukunftstag für Mädchen aufmerksam gemacht und um Bewerbungen gebeten. Leider konnte nur ein Mädchen an dem zweitägigen Programm in Berlin teilnehmen.

"Weil sich dieses Jahr besonders viele Mädchen gemeldet haben und ich nicht gerne enttäuschte Gesichter sehe, habe ich mir überlegt, einfach alle Bewerberinnen für einen Tag nach Berlin einzuladen" so Lömö. "Und weil ich für Gleichberechtigung bin, durfte auch ein Junge mitfahren", so die Abgeordnete weiter.

In Begleitung von Heike Beckord, der Mitarbeiterin in dem Hamelner Abgeordnetenbüro, sind insgesamt acht Mädchen und ein Junge zusammen nach Berlin gefahren. Auf dem Programm stand ein Plenarbesuch. Im Plenum wurde über die Rentenangleichung und das Betreuungsgeld debattiert. Zwei spannende Tagesordnungspunkte.

Gabriele Lösekrug-Möller wollte im anschließenden Gespräch von den Jugendlichen wissen, wie sie eigentlich das Betreuungsgeld finden. Die Gruppe war sich ziemlich einig: gut fanden sie es nicht.

Während des Gesprächs hatten die Mädchen und Jungen die Möglichkeit, ein paar Fragen an die Abgeordnete zu stellen. Besonders interessiert war Charlotte, die gerade ein Freies Kulturelles Jahr bei Radio Aktiv in Hameln macht. Ganz wie die Profis nahm sie die Antworten von Lömö auf und wird sie als O-Ton für eine Radiosendung verwenden.

BG Girls Day 28.6.2013 Charlotte von Radio Aktiv

Lömö mit Charlotte von Radio Aktiv

Auf der Kuppel des Reichstagsgebäudes zeigte Lömö der Gruppe die Skyline von Berlin. Sie erklärte die einzelnen Gebäude und erzählte, dass sie sich noch sehr gut an das zweigeteilte Berlin erinnert. Den Potsdamer Platz gab es damals noch nicht und die Mauer verlief direkt am Brandenburger Tor entlang. Die Jugendlichen hatte auf der Kuppel noch Zeit um Fotos zu machen und sich über den Reichstag zu informieren.

Nach dem Essen im Besucherrestaurant im Paul-Löbe-Haus führte Heike Beckord die Gruppe noch einmal am Reichstag vorbei, zum Brandeburger Tor, zum Holocaust-Mahnmal bis zum Potsdamer Platz. Nach dem vollen Programm waren die Jugendlichen am Ende des Tages ganz froh, sich im Zug nach Hameln etwas auszuruhen.