Gabriele Lösekrug-Möller unterstüzt die Petition zum sogenannten "Reha-Deckel"

53.jpg
 
 

Gabriele Lösekrug-Möller unterstützt die Petition "Regelungen zur Rehabilitation in der gesetzlichen Rentenversicherung - Anpassung des Budgets für Rehabilitationsleistungen". Darin wird der Bundestag aufgefordert, den sogenannte "Reha-Deckel" noch in diesem Jahr, vor der Bundestagswahl, an die geänderten Anforderungen anzupassen.

In den letzten Jahren ist die Belegung der zur Verfügung stehenden Plätze zur beruflichen Rehabilitation und Integration in den Arbeitsmarkt in den Berufsförderungswerken kontinuierlich von 15.854 im Jahr 2009 innerhalb von drei Jahren auf 10.878 Plätze zurückgegangen.

Damit verbunden ist auch der Verlust wertvoller hochwertiger Ausbildungsplätze in den Berufsförderungswerken als ein Leistungserbringer der beruflichen Rehabilitation für Menschen mit Behinderungen und besonderen Unterstützungsbedürfnissen gemäß §35 SGB IX. Dadurch wird es zunehmend schwieriger, die sehr differenzierte Angebotspalette der Berufsförderungswerke langfristig vorzuhalten.

Auch das Berufsförderungswerk in Bad Pyrmont ist betroffen. Die Anmeldezahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich zurück gegangen und die Mitarbeiterschaft schrumpft von Jahr zu Jahr.

Weiterer Kahlschlag droht der beruflichen Rehabilitation durch den sogenannten Reha-Deckel, der die Ausgaben für medizinische und berufliche Rehabilitation der Rentenversicherung begrenzt. Aufgrund der demographischen Entwicklung, d.h. die Babyboomer bilden die Reha-intensive Altersgruppe, sowie aufgrund des signifikanten Anstiegs psychischer Erkrankungen, wurde 2012 der Reha-Deckel überschritten. Für diesen Fall hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass der Reha-Deckel im übernächsten Jahr nach der Überschreitung – also 2014 – um genau diesen Betrag gekürzt wird.

Diese Regelung wird die Reha-Landschaft treffen und nachhaltig verändern. Dies gilt in besonderem Maße für die berufliche Rehabilitation.

Bitte zeichnen Sie diese Petition mit.