Minijobs führen in die Sackgasse

2011 Gabriele Oktober neu
 
 

Gabriele Lösekrug-Möller, SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Weserbergland und Mitglied im Ausschuss für Arbeit- und Soziales zur heutigen Minijob-Studie des BMFSFJ und der Minijobtagung der NRW-Landesregierung in Berlin:

Eine neue, vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in Auftrag gegebene Studie macht es erneut deutlich: Frauen, die länger ausschließlich als Mini-Jobberinnen arbeiten, bleiben in dieser prekären Beschäftigungsform auch überwiegend hängen. Denn Minijobs führen in die Sackgasse!

„Wer klug ist, biegt erst gar nicht in diese falsche Richtung ab“, so Lösekrug-Möller, „denn Sackgassen bieten nicht nur keinen Ausweg, sie erschweren auch das Wenden“!

Frau Merkel und die schwarz-gelbe Bundesregierung ducken sich weg und ziehen keinerlei Konsequenzen. Im Gegenteil: Erst vor kurzem haben sie die Verdienstgrenze der Mini-Jobs auf 450 Euro erhöht. Damit treiben sie Frauen nur noch stärker in die Minijobfalle und in Armutslöhne.

Die SPD-Bundestagsfraktion will die Mini-Jobs reformieren und für mehr sozialversicherungspflichtige Arbeit sorgen. Lösekrug-Möller: „Wir wollen die Minijobs nicht abschaffen, suchen aber nach Auswegen für die Arbeitnehmer, mit freier Fahrt in verschiedene Richtungen“.

Deshalb nimmt die Hamelner Abgeordnete heute an der großen Tagung der NRW-Landesregierung zu Minijobs teil, „denn wir wollen die Arbeitnehmerinnen nicht in dieser Sackgasse zurücklassen.“