Praktikum in Berlin, Woche 1

Niklas König
 

Unser Praktikant Niklas König

 

Ich bin Niklas König, 24 Jahre alt, Politikwissenschaft-Student aus Osnabrück und seit 11. März Praktikant im Berliner Büro. Davor durfte ich drei Wochen den Betrieb des Wahlkreisbüros kennen lernen, das für mich als Hamelner “meinen” Wahlkreis umfasst.

Meine erste Woche würde ich rückblickend als recht intensiv beschreiben. Dies liegt sowohl an den vielen neuen Eindrücken hier, als auch daran, dass ich sehr oft unterwegs bin. Die Woche begann mit der Organisation eines Hausausweises, mit dem ich zu vielen Bereichen des Bundestages Zutritt habe. Dann folgte eine erste Einweisung durch das Büro-Team, das mir auch im weiteren Verlauf der Woche freundlich half, nicht den Überblick zu verlieren.

Anschließend stand bereits das erste Highlight auf dem Programm: Ein Besuch des Willy Brandt-Hauses, der Parteizentrale der SPD. Neben einer Führung gab es eine Diskussion zwischen uns SPD-Praktikanten und der sozialdemokratischen Schatzmeisterin Barbara Hendricks. Erstaunlicherweise entstand in entspannter Runde ein offenes und oftmals heiteres Gespräch.

Zu diesem Ereignis ist noch zu sagen, dass es im Rahmen des Praktikantenprogramms der SPD-Fraktion angeboten wurde. Die Leiter dieses Programms geben sich große Mühe dabei, politische Veranstaltungen zu verschiedensten Themen für Praktikanten in der SPD-Fraktion anzubieten. Im Laufe der Woche konnte ich dank dieses Programms noch an einer Diskussion mit Rolf Mützenich, dem außenpolitischen Sprecher der SPD, teilnehmen. Am Freitag gesellte sich für eine Stunde sogar der palästinensische Botschafter in Deutschland zu uns Praktikanten und ließ sich bereitwillig über den Nahostkonflikt befragen. Neben diesen Veranstaltungen gibt es auch “private” Praktikantenstammtische, bei denen man sich mit anderen Studenten austauschen kann.

Aber auch der Politik-Alltag kam in meiner ersten Woche nicht zu kurz. Am Dienstag durfte ich LöMö in die SPD-AG für Arbeit und Soziales begleiten, in welcher der am nächsten Tag folgende Ausschuss inhaltlich vorbereitet wurde. Auch an diesem durfte ich teilnehmen und mitanschauen, wie emotional manchmal politische Konfrontationen in einem Ausschuss ausgetragen werden. Im Gegensatz zum Ausschuss war die Plenardebatte am Donnerstag öffentlich: Hier wurde beraten, wie man mit den demokratieschädigenden Verfassungsänderungen in Ungarn umzugehen habe.

So viel erst mal für diese Woche. Trotzdem habe ich jetzt das Gefühl, noch nicht mal ein Viertel meiner Erfahrungen und Tätigkeiten in Woche Eins beschrieben zu haben. Ich hoffe aber doch, einen interessanten Einblick gegeben zu haben. Aufregend scheint auch die nächste Woche zu werden, die ebenfalls eine prallgefüllte Sitzungswoche ist. Was auch bedeutet: Nächsten Freitag gibt’s an dieser Stelle wieder einige Neuigkeiten!