Ohne Gleichstellung kein Fortschritt

Frauentag 09
 
 

Der Internationale Frauentag am 8. März wird in diesem Jahr zum 102. Mal begangen. Noch länger gibt es die SPD, die in diesem Jahr 150 Jahre alt wird. Gabriele Lösekrug-Möller nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, auf die historische und aktuelle Bedeutung des Frauentages hinzuweisen. "Ohne Gleichstellung kein Fortschritt - das galt damals, das gilt noch heute", sagt Lösekrug-Möller.150 Jahre SPD sei vor allem auch eine Erfolgsgeschichte

150 Jahre SPD sei vor allem auch eine Erfolgsgeschichte für Frauen. Der Internationale Frauentag habe deren Interessen gebündelt und dazu beigetragen, politische Forderungen zu formulieren. Für die SPD sei er immer ein wichtiger Tag gewesen. "Von Anfang an haben Frauen in der Sozialdemokratie mitgekämpft für eine bessere und gerechtere Gesellschaft und wir haben in 150 Jahren viel erreicht", so Lömö. Vereins- und Versammlungsgesetz, Frauenwahlrecht, Gleichberechtigung der Geschlechter im Grundgesetz, Familienrechtsreformen, Reform des § 218, Gewaltschutzgesetz, Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung, Elterngeld, allgemeines Gleichstellungsgesetz - die Liste der Reformen ist lang. Sie zeige, wie viel Zeit manche Veränderung braucht, aber auch, wie erfolgreich Frauen gemeinsam für Gleichstellung gekämpft haben und wie sie damit die Gesellschaft verändert haben. Nun sei es höchste Zeit, dass diese Veränderungen auch im Arbeitsleben und in der Wirtschaft konsequent stattfinden. "Wir kämpfen weiter, für die gesetzliche Quote in den Unternehmensführungen und für die Entgeltgleichheit per Gesetz, für eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dafür, dass Artikel 3 des Grundgesetzes wirklich überall gilt: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich". Auch heute noch sei es wichtig, am Internationalen Frauentag am 8. März die Interessen und Forderungen von Frauen nach außen zu tragen - "gemeinsam mit Gleichstellungsbeauftragten, Gewerkschafterinnen, Betriebsrätinnen und Frauen aus allen Gesellschaftsbereichen".