Sozialer Arbeitsmarkt gibt Langzeitarbeitslosen echte Teilhabeperspektiven

2011 Gabriele Oktober neu
 
 

„Mit dem Sozialen Arbeitsmarkt wollen wir Menschen, die lange Zeit keine Arbeit gefunden haben, wieder neue Perspektiven und Teilhabechancen am Arbeitsmarkt geben,“ so Gabriele Lösekrug-Möller MdB.

„Arbeit dient nicht nur dem Broterwerb, sondern gibt Selbstachtung und sorgt für gesellschaftliche Teilhabe. Genau hier setzt unser Vorschlag eines Soziales Arbeitsmarktes an“,

so Lösekrug-Möller weiter.

Die SPD will Arbeit, statt Arbeitslosigkeit finanzieren. Dies geschieht, indem bisher passive Leistungen - wie das Arbeitslosengeld II und die Kosten für Unterkunft - in aktive Leistungen - umgewandelt werden. Arbeitgeber, die Menschen einstellen, die lange Zeit wegen Krankheit oder fehlenden Qualifikationen arbeitslos waren, bekommen dann bis zu 75 % der Lohnkosten als Zuschuss. Der Lohn muss dabei tariflich bzw. ortsüblich sein. Flankiert wird dies durch sozialpädagogische Begleitung, mit der Langzeitarbeitslose dabei unterstützt werden, dauerhaft Fuß zu fassen und eine Arbeit auch zu behalten. Langzeitarbeitslose bekommen damit die Chance auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, vorrangig in der Wirtschaft. Denn echte Teilhabe findet über marktnahe Arbeit statt, nicht über unsinnige Beschäftigungsmaßnahmen oder Modellprojekte wie die Bürgerarbeit.

Statt, wie die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, die Hände in den Schoß zu legen und trotz guter Konjunktur am Arbeitsmarkt, nichts zu unternehmen, um die mehr als eine Million Langzeitarbeitslosen wieder in Arbeit zu bringen, geht die SPD-Bundestagsfraktion mit dem Modell eines echten Sozialen Arbeitsmarktes, der nachhaltig und dauerhaft finanziert ist, voran.
„Auch in Hameln-Pyrmont, im Landkreis Holzminden, sowie in Uslar und Bodenfelde ist dringend Handlungsbedarf geboten.

Mit mehr als 2100 Menschen haben wir auch hier einen festen Kern von Langzeitarbeitslosen, denen wir endlich die Chance auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geben müssen,“ so Lösekrug-Möller weiter. Gerade unsere Jobcenter und die Träger für öffentlich geförderte Beschäftigung, wie beispielsweise Impuls in Hameln machen dies täglich deutlich.“

Unser Antrag zum Sozialen Arbeitsmarkt ist ein weiterer wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Arbeitsmarktpolitik, die auf eine Vollbeschäftigungsstrategie setzt.