„Wenn Arbeit krank macht“: Landesregierung muss Arbeitsschutzregeln in Niedersachsen besser kontrollieren.

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„Arbeit, die krank macht, muss verhindert werden. Deshalb fordern wir die Landesregierung auf, die Arbeitsschutzregelungen in Niedersachsen besser zu kontrollieren“ so die niedersächsische SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller, Vorsitzende der Landesgruppen Niedersachsen und Bremen im Bundestag. Das ist ein Fazit, was die Abgeordnete nach der Anhörung der Landesgruppe zum Thema "Wenn Arbeit krank macht“ ziehen.

„Krankheiten, die durch die Arbeit entstehen, nehmen zu. Wir erkennen das und werden uns für gesetzliche Regelungen stark machen, um das zu ändern“, so Carola Reimann, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages.

Die Gründe lägen vor allem in der zunehmenden Arbeitsversdichtung. „Politik ist neben Arbeitgebern und Gewerkschaften einer der Akteure, der jetzt liefern muss“, so die Vorsitzende der Landesgruppe, Gabriele Lösekrug-Möller. „Die IG-Metall hat mit der Anti-Stress Verordnung bereits einen guten Impuls zum Thema vorgelegt. Ebenfalls der DGB mit seinem Index Gute Arbeit. Jetzt werden wir das Problem krankmachender Arbeit zu einem parlamentarischen Thema machen“, erklärt Lösekrug-Möller, die auch
Mitglied im Sozialausschuss des Deutschen Bundestages ist.

Dazu gehöre die bessere Kontrolle des Arbeitsschutzes. „Uns ist es unerklärlich, warum die Landesregierung in den vergangenen 10 Jahren die Anzahl der Gewerbeärzte und der Gewerbeaufsichtspersonen um 10 Prozent reduziert hat“, erklären die Abgeordneten. „Um Krankheiten wie z.B. Burnout zu verhindern, brauchen wir auch bessere Kontrollen.“

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Lömö mit Hamelner Gästen, hier: Barbara Vahncke vom SPD UB HM-Pyrmont

Am Donnerstag veranstalteten die niedersächsischen SPD-Bundestagsabgeordneten in Berlin eine Anhörung zum Thema „Wenn Arbeit krank macht“, an der rund 80 Personen teilnahmen. Angehört wurden Stellungnahmen der Deutschen BKK, der Deutschen Rentenversicherung, des DGB und der Einzelgewerkschaften IG-Metall und IGBCE.

Als Experten berichteten:
• Ingo Nürnberger, Abteilungsleiter Sozialpolitik, Deutscher Gewerkschaftsbund
• Gerhard Stein, Stv. Vorstandsvorsitzender der Deutschen BKK
• Günter Schölzel, Abteilungsleiter Betriebsverfassung IG BCE
• Prof. Dr. Ralf Kreikebohm, Deutsche Rentenversicherung
• Manfred Scherbaum, Referatsleiter Arbeits- und Gesundheitsschutz, IG-Metall Frankfurt

 

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Lömö auf dem Podium der Veranstaltung, vorn: Dr. Carsten Sieling, MdB aus Bremen