Buchtipp Juli 2012 - Sophies Vermächtnis

Ingeborg Prior: Sophies Vermächtnis - Das tragische Schicksal einer Deutschen in sibirischer Verbannung.
Knaur Taschenbuchverlag 2006. ISBN-13: 978-3426778302.

 

Ingeborg Prior beschreibt in ihrem Buch das Leben der Kunsthistorikerin und -sammlerin Sophie Lissitzky-Küppers, die aus Liebe zur Kunst und Künstlern ein tragisches Schicksal auf sich nahm.

Sophie und ihr erster Ehemann Paul-Erich Küppers, Direktor der Kestner-Gesellschaft in Hannover, trugen Anfang der 1920er Jahren eine umfangreiche Sammlung von avantgardistischer Kunstwerke zusammen. Sie förderten junge Künstler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Piet Mondrian, Kurt Schwitters und El Lissitzky. Nach dem frühen Tod ihres Mannes, verliebte Sophie sich in den russichen Künstler El Lissitzky. Aufgrund der zunehmend politisch angespannten Lage in Deutschland entschließt sie sich mit Lissitzky in dessen Heimat zu ziehen.

Den größten Teil ihrer von den Nazis als entartet eingestufte Sammlung, musste Sophie in Hannover in vermeintlich guten Händen zurücklassen. Dass sie in Russland auch ihren zweiten Ehemann verlieren würde und unter Stalins Führung für ewig nach Sibirien verbannt werden würde, ahnte sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Seit 1989 bemüht sich Jen Lissitzky, Sophies jüngster Sohn und rechtmäßiger Erbe, um die Restitution ihres Vermächtnisses.