Lömö: Ausbildung junger Menschen muss im Vordergrund stehen!

Gabriele bei der Arbeit II 01/2011
 
 

Gabriele Lösekrug-Möller MdB, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, zum heutigen Tag des Ausbildungsplatzes:

Die schwarz-gelbe Bundesregierung ist das größte Zukunftsrisiko für junge Menschen. 1,5 Millionen junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren haben keine Berufsausbildung. Sie haben keine Chance auf Aufstieg durch Bildung.

Bis jetzt zeigt die Bundesregierung kein Konzept, um diesen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen. Für die SPDBundestagsfraktion gilt: Kein Jugendlicher darf verloren gehen - jeder Mensch hat ein Recht auf Ausbildung und gute Arbeit. Deshalb begrüßen wir, dass heute am Tag des Ausbildungsplatzes, bundesweit die beruflichen Chancen von jungen Menschen im Mittelpunkt stehen.

Bundesarbeitsministerin von der Leyen unternimmt nichts, um prekäre Beschäftigung zu  bekämpfen. Stattdessen kürzt sie die Mittel für erfolgreiche Arbeitsmarktprogramme für  junge Menschen - bis 2015 um 26,5 Milliarden Euro - ohne an die Folgen zu denken. Das ist ein arbeitsmarktpolitischer Raubbau an den Zukunftsperspektiven der jungen  Generation.

Gute Ausbildung und gute Arbeit sind Dreh- und Angelpunkt sozialdemokratischer Arbeitsmarktpolitik. Junge Menschen dürfen nach ihrer Ausbildung nicht in Leiharbeit oder in prekären Arbeitsverhältnissen enden. Die Übernahme im Betrieb nach der  Ausbildung darf nicht zur Ausnahme werden. Junge Menschen brauchen sichere  Arbeitsverhältnisse, um vernünftige Lebens- und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Ziel
muss es sein, junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf und beim Übergang von der Ausbildung in gute Arbeit zu unterstützen.

Nur so lässt sich der zukünftige Fachkräftebedarf in Deutschland decken.