Organspende ist eine Frage der Mitmenschlichkeit

2011 Gabriele September
 

Lömö 2012

 

Nach wie vor gibt es zu wenig Spenderinnen und Spender in Deutschland. Auch jetzt, gerade in diesem Moment, warten Menschen auf eine Organspende. Dabei geht es oftmals um Leben und Tod.
Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende muss jeder Mensch für sich selbst treffen. Dabei muss ein jeder von uns, egal wie er oder sie sich entscheidet, Verantwortung übernehmen. Verantwortung für Menschen, die unsere Hilfe brauchen.

Aus dieser Verantwortung kann allerdings keine Pflicht zur Spendebereitschaft entstehen. Aber doch die Erwartung sich zu entscheiden. Denn Organspende ist eine Frage der Mitmenschlichkeit.

Nach einer Initiative der SPD-Fraktion und einem Jahr intensiver Verhandlungen ist mit dem Kompromiss zur Neuregelung des Transplantationsgesetzes eine tragfähige Lösung gelungen. Durch die fraktionsübergreifende Einigung haben wir ein starkes Signal für die Förderung der Organspende in unserer Gesellschaft gesetzt.

Die Politik hat mit dem Gesetzesentwurf zur Entscheidungslösung bei der Organspende Verantwortung gezeigt. Nun liegt es an einem jeden von uns für sich eine Entscheidung zu treffen. Eine Entscheidung mit der er oder sie, aber vor allem auch die Menschen leben können, die auf eine Organspende angewiesen sind. Denn nichts ist schlimmer für die Betroffenen, als Unklarheit und der Gedanke daran, dass es vielleicht doch einen bereitwilligen Spender gegeben hätte.