Buchtipp April 2012 - Das Bildnis des Dorian Gray

Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray. Roman.331 Seiten. Insel Verlag 2008. ISBN-10:3458325433

Ewige Jugend, wer von uns hat diesen Wunsch noch nicht gehabt? Genau dieses „Glück“ wird Dorian Gray zuteil, der fortan ein Leben des Genusses führt. In der Vergangenheit wegen seiner Kritik an der englischen Gesellschaft verpönt, ist dieses Werk heute wieder aktueller denn je.

Am Ende des 19. Jahrhunderts lernt der Maler Basil Hallward den jungen adligen Dorian Gray kennen. Für Basil ist Dorians Schönheit und Reinheit wie die unvergleichliche Muse, die ihm als Künstler zu voller Blüte und Genialität verhilft. Im Atelier lernt Dorian Gray schließlich Lord Henry Wotton kennen, der für die totale Selbstentfaltung des Menschen, ohne Furcht vor moralischen Vorstellungen, eintritt und im Laufe des Buches Dorian nach seinen Vorstellungen wie eine Art Kunstwerk zu formen versucht.

Von den Worten Lord Henrys und der unbefleckten Schönheit seines Porträts in den Bann gezogen, wünscht sich der junge unerfahrene Dorian Gray, dass sein Porträt an seiner Stelle altern möge und er auf ewig jung und schön bleibe.

Sein Wunsch soll in Erfüllung gehen, aber der Preis, den Dorian für seine folgenden Sünden und Ausschweifungen zu zahlen hat und der Einfluss, den er auf sein Umfeld nimmt, nehmen immer drastischere Formen an. Selbst vor Mord schreckt er nicht mehr zurück, soll doch niemand von seinem Geheimnis erfahren.

Ein Klassiker, vorgestellt von unserem Praktikanten Maximilian Hennies.