Equal Pay Day – keine paradiesischen Zustände im Weserbergland

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Wem würde es gefallen am Jahresende ein neues Auto samt Winterreifen zu bekommen, der vierte Reifen käme aber erst zum Frühlingsanfang dazu?

Frauen in Deutschland passiert so etwas im Arbeitsleben täglich:

Heute, am 23. März, ist Equal Pay Day. An diesem Tag haben Frauen so viel verdient wie ihre männlichen Kollegen bereits am Ende des vergangenen Jahres.

Das heißt, dass Frauen weiterhin rund ein Viertel weniger verdienen als Männer. Das ist auch im Weserbergland so – wahrlich keine paradiesischen Zustände. Drei Viertel vom Ganzen – das wäre so, als würde man die neue Weserbrücke nur zu Drei Vierteln bauen. Welchem Bürger Hameln-Pyrmonts würde das schon gefallen?

Dass die Löhne der Frauen so weit hinter denen der Männer hinterherhinken, ist eine Folge von konservativer und nicht auf Gleichstellung ausgerichteter Politik in Deutschland.

Gabriele Lösekrug-Möller unterstützt die Proteste der Gewerkschaften und Frauenverbände am Equal Pay Day ausdrücklich. Neben ihrer politischen Arbeit setzt sie sich auch als Mitglied des Deutschen Frauenringes für die Gleichbehandlung von Mann und Frau ein.

Wie fatal die Situation wirklich ist, zeigt sich, wenn man Deutschland im internationalen Vergleich in Sachen Gleichstellung betrachtet. In keinem anderen europäischen Land ist das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern so groß wie hier.

Gabriele Lösekrug-Möller: „Damit diese Entgeltdiskriminierung endlich ein Ende hat und nachhaltig beseitigt werden kann, bedarf es eindeutiger gesetzlicher Regelungen.“ Die SPD-Bundestagsfraktion arbeitet bereits an einem Gesetzesentwurf, der noch dieses Jahr in den Bundestag eingebracht werden soll.

Anders als beispielsweise der Weltfrauentag wird der Equal Pay Day aber nicht an einem fixen Datum begangen. Die Initiatorinnen berechnen das Datum nach einer Formel, die den jeweils aktuellen Entgeltunterschied zwischen den Geschlechtern ausdrückt. Darum fällt der EPD in Deutschland in diesem Jahr auf den 23. März.