Lömö: Organspende - Einigung zur Entscheidungslösung ist ein starkes Signal

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Gabriele Lösekrug-Möller MdB

 

Momentan warten in Deutschland etwa 12.000 Menschen auf ein funktionstüchtiges Spenderorgan. Die Wartelisten sind lang, die Zahl bereitwilliger Spender aber leider nur gering.
Dennoch bestätigen Umfragen, dass eine große Mehrheit der Deutschen bereit wäre ein Organ zu spenden.

Allerdings zeigt uns die Realität, dass zwischen den Umfragen und der tatsächlichen Spendebereitschaft, dokumentiert durch einen Organspendeausweis, eine große Lücke klafft.

Deswegen versuchen die Bundestagsfraktionen mit ihrem gemeinsamen Gruppenantrag eine regelmäßige Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende bei den Bürgerinnen und Bürgern zu bewirken, eine Entscheidung bei jedem von uns zu forcieren und diese dann auch zu dokumentieren.

So könnten bereits noch innerhalb des ersten Jahres nach Inkrafttreten des Gesetzes alle Bürgerinnen und Bürger durch ihre gesetzliche Krankenversicherung oder ihre private Krankenversicherung angeschrieben, über die Organspende informiert und aufgefordert werden, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden und diese dokumentieren zu lassen. Zusätzlich könnte voraussichtlich ab 2016 die Bereitschaft zur Organspende bereits auf der elektronischen Gesundheitskarte vermerkt werden.

Zu dieser Neuregelung der Organspende erklärt Gabriele Lösekrug-Möller MdB: „Ich freue mich, dass wir nach langen Verhandlungen den Durchbruch geschafft haben. Dass alle Fraktionsvorsitzenden sich gemeinsam für die Organspende einsetzen, ist ein starkes Signal.“

Der Gruppenantrag, der von den Fraktionsvorsitzenden aller Bundestagsfraktionen unterzeichnet wird, soll in Kürze in den Bundestag eingebracht werden.