100 Jahre CVJM-Haus Solling: Grund zum Feiern und Nachdenken

cvjm solling lömö und priesmeier 16.1.12.jpg

MdB Dr. Wilhelm Priesmeier und Gabriele Lösekrug-Möller, Geschäftsführer des CVJM-Gesamtverbandes, Matthias Ruf, und Haus-Leiter Gerald Stehrenberg (v.l.)

 

Gabriele Lösekrug-Möller MdB war in ihrer Funktion als Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienerholung gemeinsam mit ihrem Kollegen Wilhelm Priesmeier MdB zu Gast im CVJM-Haus Solling in Dassel.

Am 1. Juli 2012 wird das CVJM-Haus Solling 100 Jahre alt: Ein Grund zum Feiern, aber auch ein Anlass, über die Zukunft der Evangelischen Familienferien- und Tagungsstätte nachzudenken. Zu einem Gespräch kamen die Vorsitzende und der hiesige Bundestagsabgeordnete deshalb mit dem Leiter des CVJM-Hauses Solling, Gerald Stehrenberg, sowie mit Matthias Ruf, dem Geschäftsführer des CVJM-Gesamtverbandes, im Haus Solling zusammen.

„Das CVJM-Haus Solling stand und steht vor Herausforderungen“, erklärt Matthias Ruf beim Rundgang durch das Gebäude. Das 20.000 Quadratmeter große Gelände des Familienferien- und Tagungshauses sei Chance und Last zugleich – einerseits könne man mit der Natur wuchern, andererseits leide das Haus unter der schlechten Anbindung. Erweiterungen, Umbauten und innovative Modernisierungen, wie beispielsweise der Bau einer Pflanzenkläranlage, machten aus dem CVJM-Haus mit seinen 90 Zimmern eine auch bei Familien beliebte Unterkunft.

Nachdem in den Jahren 2004 bis 2006 ein wirtschaftlicher Tiefpunkt erreicht worden war, gab der Gesamtverband dem CVJM-Haus Solling eine zweijährige Chance, die Leiter Gerald Stehrenberg nutzte. „2009/10 haben wir die Wende erreicht, und auch 2011 lief gut. Das stimmt uns mit Dankbarkeit“, erklärt Steh-renberg. Allgemein sei man auf einem guten Weg, doch nun stünden Reparaturen an: Fenster, Dach sowie die Veranda aus den 1960-er Jahren müssen erneuert werden. Doch vom Gesamtverband sei hierfür keine große Geldsumme zu erwarten, da dieser kürzlich erst zehn Millionen Euro in seine weiteren Häuser investierte.

„Das CVJM-Haus Solling genießt einen guten Ruf, wir haben ein sehr positives Feedback der Gäste“, berichtet Leiter Stehrenberg. Doch nun müsse er einen regelrechten Spagat vollziehen, um das Niveau halten zu können.

Die beiden SPD-Politiker Lömö und Priesmeier gaben den CVJM-Vertretern Tipps bezüglich der Akquise finanzieller Mittel für Familientagesstätten und versprachen, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für das CVJM-Haus einzusetzen. „Wir alle wissen, dass die Region schwierig ist und schwierig bleiben wird. Da brauchen wir uns keine Illusionen zu machen“, erklären die Politiker. Jetzt sei aber die Region aufgerufen, das CVJM-Haus zu unterstützen. „Jahrelang haben Handwerker und Geschäfte vom regional geprägten Wirtschaften des Hauses profitiert – jetzt können sie ihrerseits ihre regionale Verbundenheit per Sach- oder Geldspende zum Ausdruck bringen“, ruft Wilhelm Priesmeier auf, das erste Projekt - die Sanierung der gläsernen Veranda mit ihrem fantastischen Weitblick - zu unterstützen, damit diese den Besuchern zu den Feierlichkeiten zum 100-jährigen als Leuchtturm regionaler Verbundenheit präsentiert werden kann.


Spenden bitte auf das Konto des CVJM-Hauses Solling bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft Kassel, Konto-Nummer 5509, Bankleitzahl 520 604 10 unter dem Stichwort „Veranda“.