Lömö zur Berliner Erklärung: Erster Schritt für eine gesetzliche Quote ist getan!

Gabriele mit BG 27.5.11
 

Die Hamelner Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller unterstützt die Berliner Erklärung, ein breites gesellschaftliches Bündnis, das öffentlich eine verbindliche Frauenquote für Aufsichtsräte börsennotierter, mitbestimmungspflichtiger und öffentlicher Unternehmen in Deutschland fordert. „Endlich setzt sich auch bei uns in Deutschland die Erkenntnis durch, dass wir mit freiwilligen Vereinbarungen nicht weiterkommen“, so Lömö.

Damit ist das Ziel, die Gleichstellung, aber noch nicht erreicht. „Das ist ein erster Schritt“ machte die heimische Bundestagsabgeordnete deutlich. „Schon viel zu lange ringt Schwarz-Gelb um eine klare Position. Der Gipfel ist der Vorschlag von Ministerin Schröder zu einer so genannten Flexiquote. Gleichstellungspolitik mit Herz und Hand sieht anders aus. Die SPD zielt auf eine verbindliche, gesetzlich 40 Prozentquote nicht nur in Aufsichtsräten sondern auch in Vorständen deutscher Konzerne“.

Einen entsprechenden Gesetzentwurf wird die SPD- Bundestagsfraktion zur Abstimmung im Bundestag stellen.
Unerträglich findet Lömö, wie viel hochqualifizierte Frauen in Deutschland an die „gläserne Decke“ stoßen.

„Beispielsweise sind nur 2,5 Prozent der Vorstandsposten der 200 größten deutschen Unternehmen mit Frauen besetzt. Frauen haben starke und klare politische Rahmenbedingungen verdient, die aufräumen mit diskriminierenden Zuständen. Daher ist es enttäuschend, dass auch hier Ministerin Schröder nur halbherzige Vorschläge macht. Kämpferisch scheint hingegen Arbeitsministerin von der Leyen. Doch haben wir bei ihr nur zu oft erleben müssen, dass es bei Worten blieb“, so Lösekrug-Möller. Als ehemals zuständige Ministerin habe sie jedenfalls das Thema nie zu ihrem Markenzeichen gemacht. „Jetzt wird sich zeigen, ob den Worten der Vertreterinnen der Koalition auch Taten folgen“, so Lömö.

„Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten fordern CDU/CSU und FDP auf, unserem Gesetzentwurf im Bundestag zuzustimmen. Dann ist die gläserne Decke durchbrochen“.
 

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Berliner Erklärung, Dezember 2011 PDF 38 KB