Praktikumsbericht 3. Woche von Lucie Weigel

Lucie 2

Lömö und Lucie

 

In meiner letzten Woche im Hamelner Bürgerbüro ging es nun auf die Zielgerade. Am Sonntag waren endlich die lang ersehnten Wahlen.
Traditionell fand am Samstagabend zuvor das Kartoffelfeuer am Torbayufer an der Weser statt. Während die Band wacker ihre gute Musik spielte, das Wetter uns wortwörtlich wohlgesonnen war, Bratwürste und Kartoffeln vertilgt wurden, standen wir hinter der Theke und gaben uns größte Mühe Herr über die zahlreichen Bestellungen zu werden. Am Sonntag hatte das Warten...

...ein Ende.

Gegen Abend trafen sich sämtliche Kandidaten, Mitglieder, Familienangehörige und Freunde in der SPD- Zentrale, um mit den ersten Hochrechnungen mitzufiebern. Zunächst wurde der Landrat ausgezählt- großer Jubel natürlich für unseren Landrat Rüdiger Butte, der in jeden Wahlbereich gewann und somit verdient in seinem Amt bleibt.
Nach dem sehr deutlichen Ergebnis für Butte marschierten wir zur DEWEZET, wo sich alle Landratskandidaten und ihre Anhänger für Fotos, Interviews, zum gegenseitigen Gratulieren und Feiern -sofern es denn etwas zu feiern gab- versammelten.

Das Auszählen der Kreis- und Stadträte (von den Ortsräten ganz zu schweigen) dauerte deutlich länger. Die Computer im Büro wurden stark gefordert, indem durchgehend auf die arme F5- Taste eingedroschen wurde, damit die Ergebnisse auch ja auf dem neusten Stand bleiben. Hin und wieder gingen wir in das Rathaus, nur für den Fall, dass es dort schon etwas früher Ergebnisse gab :-) Zwischen den Ergebnissen blieb einem geradezu nichts anderes übrig als Fladenbrot und Kuchen zu essen- Nervenfutter!

Selbstverständlich schauten wir über unseren Tellerrand hinaus und freuten uns, dass im Nachbarlandkreis Holzminden die SPD- Landrätin, die ich ja bereits bei der Müntefering- Veranstaltung in Stadtoldendorf kennenlernen durfte, ebenfalls mit einem ordentlichen Vorsprung die Wahl gewann.
An sich ging die Kommunalwahl zur Zufriedenheit vieler SPD- Kandidaten aus- bis auf Bad Pyrmont, wo leider Mandate im Stadtrat verloren gingen. Unwohlsein in allen Parteien gab es aufgrund der geringen Wahlbeteiligung. Während in einigen Wahlbereichen nur 30-40% von ihrem Recht Gebrauch machten, sind in meinem Heimatörtchen Halvestorf immerhin 56% zur Urne gegangen.

Neben dem spannenden Wahlwochenende, musste ich auch Sachen packen- denn nun geht’s auf nach Berlin!
An dieser Stelle schon einmal herzlichen Dank an alle Mitarbeiter im Hamelner Büro für die ersten drei aufregenden Wochen meines Praktikums.