Lömö und Franz Müntefering besuchen das Bad Pyrmonter Hospiz Mutter Anselma

Hospiz 2
 

Hohen Besuch durfte das Hospiz Mutter Anselma im Friedensthal, Ortsteil Löwensen, am 24. August erwarten.
Im Rahmen seines Besuches im Weserbergland folgte der Bundestagsabgeordnete und ehemalige SPD- Bundesvorsitzende Franz Müntefering einer Einladung der Hospizleitung.
Gegen 18 Uhr fuhr der prominente Gast mit der heimischen Bundestagsabgeordneten Gabriele Lösekrug- Möller und dem Landtagsabgeordneten Ulrich Watermann vor dem idyllisch gelegenen Hospiz vor.

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Mit einem ausgiebigen, liebevoll zubereiteten Abendessen begrüßten Hospizleiterin Schwester Cordula, Mitgründer Dr. Hans- Hermann Zimny und weitere engagierte Schwestern den Besuch. Schon während des Abendessens kam ein persönliches, freundliches Gespräch zwischen Franz Müntefering und den Gastgebern auf.
Natürlich hatten Müntefering, Lösekrug- Möller und Watermann einige Fragen zum Hospiz, die die Schwestern und der Arzt gerne beantworteten. So interessierte sich Müntefering für die Gründung des Hospizes, das 2000 als erstes stationäres Hospiz des Thuine Ordens eingerichtet wurde.
Außerdem berichtete Schwester Cordula von ihren Gästen mit verschiedensten religiösen Hintergründen. Die meisten Gäste kämen leider sehr spät, da der Tod in der Gesellschaft immer noch ein Tabuthema darstelle. Das wäre auch einer der Gründe, warum es hin und wieder „Durststrecken“ gäbe. Immerhin 10% der Gäste, so die Schwestern, verlassen aufgrund von Genesung jedes Jahr wieder das Hospiz.
Wie die meisten Menschen hat auch Franz Müntefering persönliche Erfahrungen mit dem Verlust von Angehörigen gemacht, worüber er offen sprach. Auch die Vor- und Nachteile der Pflege zuhause wurden diskutiert.
Wie sehr dem Hospiz am Herzen liegt, dass seine Bewohner sich so heimisch wie möglich fühlen, davon konnte sich der Besuch bei einem Rundgang selbst überzeugen. Gemütlich eingerichtete Zimmer werden von den Gästen mit persönlichen Gegenständen aufgewertet. In jedem Zimmer steht ein zweites Bett, um Angehörigen die Gelegenheit zu geben, über Nacht zu bleiben. Zudem gibt es ein Besucherzimmer, das für die Familien zur Verfügung steht. Natürlich ist das Haus auf Spenden angewiesen, um die verlässliche, herzliche Arbeit auf hohem Niveau weiterführen zu können, erzählen die Mitarbeiterinnen.
Der Ausblick auf die schöne Landschaft von den Balkonen, erhöht des Weiteren das Wohlbefinden der Gäste. „Hier geht es um Lebensqualität“, sagen die Schwestern. Es wird sich größte Mühe gegeben, die Wünsche der kranken Menschen zu erfüllen, auch wenn es um einen „Tee mit Rum am Morgen“ oder eine Zigarette geht.
Franz Müntefering fühlte sich sichtlich wohl in netter Atmosphäre interessante Gespräche zu führen und war gerne bereit für ein Abschiedsfoto. Hätte er nicht unbedingt seinen letzten Zug nach Bielefeld bekommen müssen, wäre er wohl noch einige Stunden zu Besuch geblieben.