LöMö:Durch aktive Arbeitsmarktpolitik die Spaltung am Arbeitsmarkt überwinden: Weichen für gute Arbeit, Vollbeschäftigung und Fachkräftesicherung stellen

Gabriele im Plenum Juni 2010

Gabriele Lösekrug-Möller MdB im Plenum des Dt. Bundestages

 

Anlässlich der heutigen ersten Lesung des Antrages der SPD-Bundestagsfraktion „Arbeitsmarktpolitik an den Herausforderungen der Zeit orientieren – Weichen für gute Arbeit, Vollbeschäftigung und Fachkräftesicherung stellen“ erklärt die zuständige Berichterstatterin Gabriele Lösekrug-Möller MdB:

Zunehmender Fachkräftebedarf einerseits, Langzeitarbeitslose ohne Perspektive andererseits – beides Herausforderungen, auf die Politik Antworten finden muss. Wir dürfen die langzeitarbeitslosen Menschen, die am Rand stehen, nicht ausschließen. Unsere Strategie der Vollbeschäftigung schließt alle mit ein. Die Arbeitsmarktpolitik von Schwarz-Gelb spaltet den Arbeitsmarkt. Sie nimmt Menschen die Chance, sich zu Fachkräften zu qualifizieren, und sie verbaut Langzeitarbeitslosen Teilhabe durch dauerhafte Beschäftigung.

Wir brauchen eine Arbeitsmarktpolitik, die sich an den Herausforderungen unserer Zeit orientiert. Bei sinkender und damit stärker verkrusteter Arbeitslosigkeit ist mehr Geld Pro-Kopf nötig, um alle in Beschäftigung zu bringen. Aktive, also die Menschen fördernde Arbeitsmarktpolitik muss verlässlich mit finanziellen Mitteln ausgestattet sein.

Dabei muss durch Arbeitsförderung speziell der Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit gelingen. Unverzichtbar ist ein leistungsfähiger sozialer Arbeitsmarkt. Dieser eröffnet auch Menschen mit fehlender Ausbildung und gesundheitlichen Problemen eine neue Perspektive auf Beschäftigung, die sie ohne Förderung nicht hätten. Öffentlich geförderte Beschäftigung dient dem Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen wieder herzustellen und damit auch Teilhabe am Arbeits- und Sozialleben zu ermöglichen.

Häufiger als in der Vergangenheit müssen Brüche im Erwerbsleben beim Übergang zwischen verschiedenen Lebensphasen (Ausbildung, Familie, Arbeitslosigkeit, Selbständigkeit) bewältigt werden. Deshalb muss eine zukunftsweisende Arbeitsmarktpolitik den Erhalt und die Erweiterung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit in den Mittelpunkt stellen.

In Zeiten von steigendem Fachkräftebedarf werden Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen immer wichtiger. Deshalb brauchen wir nachhaltige Qualifizierungs- und Weiterbildungsinitiativen und eine kluge Verknüpfung von Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik. Erforderlich ist eine Kultur der Zweiten Chance und des sozialen Aufstieges. Auch deshalb brauchen wir eine Entfristung der Einstiegsqualifizierungen und mehr Praxisbezug in der Arbeitsförderung gerade für Jugendliche.
 

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Antrag der SPD-Bundestagsfraktion Arbeitsmarktpolitik an den Herausforderungen der Zeit orientieren PDF 70 KB