Lömö zu Besuch bei Kassiopeia in Hameln

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Gabriele Lösekrug-Möller war am Mittwoch den 10. März 2011 zu Besuch bei dem gemeinnützigen Verein „Kassiopeia e. V. – Verein für einen kreativen Weg“ in Hameln.
Kassiopeia (www.kassiopeiaev.de) wurde am 13. April 2000 von Ursel Meyer-Bothling und ihren MitstreiterInnen gegründet. Ihr Hobby, das Gestalten von Puppen, brachte sie über den Besuch von Messen und Ausstellungen sowie das Angebot von Kursen zum Bau von Puppen, in Kontakt mit vielen verschiedenen Menschen und ihren Schicksalen.

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Diese Erfahrungen gaben den Anstoß, Kassiopeia zu gründen und Arbeitsplätze für Menschen zu schaffen, die auf Grund ihres körperlichen und psychischen Handicaps nur eine geringe Chance haben auf dem Arbeitsmarkt ihren Platz zu finden.
Zwei Jahre nach Verabschiedung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderung der Vereinten Nationen (kurz: VN oder UN) ist dieses in Deutschland nun gültig geworden. Hieraus ergibt sich für die deutsche Regierung, das diese für Menschen mit Behinderung mehr tun muss, damit alle Menschen mit Handicap so behandelt werden, wie Menschen ohne Behinderung. Dies bedeutet den Schutz vor Aussonderung und Diskriminierung. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. In dem Übereinkommen wurde ebenso festgehalten, dass die Regierung eine einfache und verständliche Sprache verwenden muss, damit alle Menschen Politik verstehen und mitmachen können. Auch müssen mehr Hindernisse oder Barrieren beseitigt werden. Alles muss barrierefrei sein, damit alle Menschen mit Behinderung Zugang zu allen öffentlichen Gebäuden haben.
Für gehörlose und schwerhörige Menschen sind die Barrieren vielfältig. Aber auch diese Hindernisse sind überwindbar. Gebärdensprache und Dolmetschen sind dabei ganz wichtig. Aber leider gehört das (noch) nicht zum Alltag. Ob im Rathaus, im Kreishaus oder in der Politik überhaupt gibt es da noch viel zu tun. Lösekrug-Möller: „Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam im Sinn der UN-Konvention die besten Lösungswege für jede Personengruppe mit Handicap finden. „Nicht ohne uns, nicht über uns hinweg“, das muss die Arbeitsweise sein.“
 

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