Runder Tisch Heimkinder übergibt Abschlussbericht

Übergabe Abschlussbericht Runder Tisch Heimkinder 19.01.2011
 

Unvorstellbares Leid mussten viele von ihnen ertragen: Unzählige Kinder und Jugendliche waren in der Nachkriegszeit in deutschen Heimen körperlicher Züchtigung, Demütigungen und Einzelarresten ausgesetzt. Zur Aufarbeitung der Heimerziehung in den 1950er und 60er Jahren wurde 2009 ein Runder Tisch eingesetzt. Gabriele Lösekrug-Möller hatte sich als damalige SPD-Sprecherin im Petitionsausschuss besonders für seine Entstehung eingesetzt.

Betroffene hatten sich in einer Petition an den Bundestag gewandt, um Entschuldigung, Anerkennung und Entschädigungsleistungen für das erlittene Unrecht einzufordern.

Heute nun wurde der Abschlussbericht des Runden Tischs an den Bundestag übergeben. Er schlägt vor, eine Stiftung einzurichten, an der sich Bund, Länder und Kirchen beteiligen. Auch sollen Beratungsstellen in den Bundesländern eingerichtet werden. Lösekrug-Möller dazu: "Bundestag und Länderparlamente müssen ihre Hausaufgaben dazu bis Ende 2011 erledigt haben. Dann geht ein notwendiger und mühsamer Prozess zu Ende.“

Sie fügt hinzu: „Mein besonderer Dank gilt den ehemaligen Heimkindern, die am Runden Tisch mitgearbeitet haben. Sie haben nicht nur ihr erlittenes Leid wieder und wieder durchleben müssen, sondern stellvertretend für alle Opfer einen Lösungsweg gesucht.“