Gleicher Lohn für gleiche Arbeit in der Leiharbeit ist Lackmustest für Würde der Arbeit

Gabriele Banner 2009
 

Gabriele Lösekrug-Möller hat heute im Bundestag eine Rede zum Thema Leiharbeit gehalten. Sie finden Sie links als Video, wie auch ihr Manuskript zum Nachlesen in der vorhergehenden Meldung.
Zu ihrem Redethema erklärt sie außerdem: Wir wollen gleiches Geld für gleiche Arbeit. Das ist der Lackmustest, um die Würde der Arbeit wieder herzustellen. Leiharbeit muss reguliert werden, denn sie führt zu Lohndumping und prekären Arbeitsbedingungen.

Nur so überwinden wir die Spaltung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die SPD-Bundestagsfraktion hat heute ihren Antrag in den Deutschen Bundestag eingebracht und der schwarz-gelben Bundesregierung klare Forderungen zur Regulierung der Leiharbeit ins Stammbuch geschrieben.

Ich begrüße den Antrag der SPD-Bundestagsfraktion, denn die boomende Leiharbeit in Deutschland ist ein Skandal. Lassen wir uns nicht von den Lobeshymnen auf ein angebliches Beschäftigungswunder blenden. Wir wollen gute Arbeit und einen politischen Kurswechsel.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat ebenfalls für Schwarz-Gelb einen Gesetzentwurf vorgelegt, der nichts anderes als Stückwerk ist. Sie traut sich weder an einen Mindestlohn für die Branche noch an eine Gesetzesänderung für gleiches Geld für gleiche Arbeit heran.

Für Sozialdemokraten ist klar: Es darf keine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2. Klasse im Betrieb geben. Deshalb fordern wir in unserem Antrag auch klare Mitbestimmungsrechte und einen allgemeinen, gesetzlichen Mindestlohn, nicht nur für die Leiharbeit.