Buchtipp Dezember 2010

Ulla Hahn: Aufbruch

Deutsche Verlagsanstalt, ISBN 978-3421042637, 592 Seiten

Kennen sie Hildegard Palm? Nein? Dann sollten sie dieses Buch nicht lesen. Noch nicht. Denn zunächst sollten sie Hilla als Kind kennen lernen. Wie es aufwächst in den fünfziger Jahren in einem Dorf im Rheinland in einfachsten proletarischen Verhältnissen. Wie das war in Dondorf? Und was ein Buchstein ist? Das erfahren sie in dem Roman „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn.

Nun, nachdem sie Hillas Wissensdurst, ihren Willen zur Freiheit, ihre Familie und die Fabrik kennen, sind wir in den sechziger Jahren. Hilla geht ins Aufbaugymnasium, raus aus der dörflichen Enge. War Sprache Hillas Zuflucht in Dondorf, bleibt sie ihr Rückzugs- und Entfaltungsraum, auch als Studentin in der Großstadt.

Der „Stern“ kommentiert:
„Das verborgene Wort ist ein fantasievolles und schön geschriebenes Buch. Verletzlich, anrührend und komisch erzählt Ulla Hahn von dem Kind, das nach oben will. Nein, nicht zu den Reichen und Schönen, sondern zu denen mit den erhobenen Köpfen, die nicht zusammenzucken, wenn der Vater die Hand hebt.“