Sorgen der Zivilbeschäftigten ernst nehmen

Gabriele Banner 2009
 

Zu einem Gedankenaustausch mit Gewerkschaftsvertretern der Zivilbeschäftigten der Bundeswehr trafen sich jetzt in Berlin Niedersachsens SPD-Bundestagsabgeordnete. Die Abgeordneten informierten sich persönlich über die Sorgen der Zivilbeschäftigten angesichts der bevorstehenden Strukturreform der Bundeswehr.

„Wie die Soldaten sind auch die zivilen Beschäftigten der Bundeswehr einem permanenten Transformationsprozess unterworfen. Hier muss die Politik sensibel hinhören und muss unverhältnismäßig harte Entscheidungen vermeiden“, so Gabriele Lösekrug-Möller. In Niedersachsen sind etwa 18.000 zivile Angestelle und Beamte bei der Bundeswehr beschäftigt

Ende des Jahres soll die Zielstruktur 2010 mit knapp 75.000 zivilen Beschäftigten erstmals realisiert werden. Damit wurde dann schon ein erheblicher Abbau des Zivilpersonals geleistet. Wolfhard Engler, Bereichsvorsitzender der Landesverbandes Niedersachsen/Bremen der Beamten der Bundeswehr (VBB) berichtete, dass die aktuellen Pläne des Verteidigungsministeriums und der Weise-Kommission allerdings einen weiteren Abbau auf bis zu zwischen 60.000 und 50.000 Beschäftigte vorsehen. „Diese Pläne werden wir als SPD nicht mittragen“, so LöMö weiter. „Schon jetzt ist an vielen Stellen die Leistungs- und Belastungsgrenze der Beschäftigten erreicht.“

Michael Lange, der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes der Arbeitnehmer in der Bundeswehr (VAB), wies während des Gesprächs ebenfalls auf einige aktuelle Herausforderungen hin. Der hohe Altersdurchschnitt der Beschäftigten zeige wie notwendig die Gewinnung von Nachwuchskräften sei. Dies werde jedoch durch den Personalabbau weiter erschwert. Brigitte Buggle, Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen des VAB wies auch auf die hohe Belastung durch die Auslandseinsätze der Zivilbeschäftigten hin.

Die Landesgruppe sagte zu, dass die SPD bei der anstehenden Reform die Interessen der Zivilbeschäftigten vertreten wird. Hierzu gehöre es auch, den Tarifvertrag Umbau der Bundeswehr, der Ende 2010 ausläuft zu verlängern und den Abbau von Personal sozialverträglich zu gestalten.