Buchtipp November 2009

Martin Nolte: Irka - ein Hundeleben zwischen Familie, Freizeit und Beruf
Selbstverlag Martin Nolte, Bad Pyrmont, Taschenbuch 2006, 216 Seiten. ISBN: 978-3000217043.

Heute möchte ich Ihnen einen Autor aus meinem Wahlkreis vorstellen: Martin Nolte aus Bad Pyrmont hat die Geschichte seiner Blindenführhündin Irka aufgeschrieben. Von jedem verkauften Exemplar geht eine Spende von 2,50 Euro an die Fachgruppe Taubblinde und Hör- und Sehgeschädigte des Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e.V.

" Eigentlich sind wir eine ganz normale Familie mit Kindern und Hund. Aber damit fängt ja alles schon an. Irka, so hieß unsere Blindenführhündin, hat im Januar 2005 beschlossen, ihre Memoiren zu diktieren. Dass daraus mehr als nur eine Kurzgeschichte würde, glaubte damals niemand.

Ausschnitte des Manuskriptes wurden zum Probelesen an mehr als 100 Menschen abgegeben. Wir erhielten so viel positiven Zuspruch, dass wir uns im SEptember 2006 zur Veröffentlichung im Selbstverlag entschlossen. Auf die zunächst produzierte Hörbuch-CD folgte noch ein Taschenbuch mit 16seitigem Bildblock.

Nach kurzer schwerer Krankheit mussten wir Irka aus unserem Leben gehen lassen. Ihr, die uns allen auf ihre Weise immer wieder Trost und Freude bereitet hat, haben wir damit ein langes, qualvolles Leben erspart. In unseren Herzen ist Trauer, aber auch Dankbarkeit für die Zeit, die Irka mit uns verbracht hat. Dadurch, dass ich ihre Erinnerungen aufschreiben durfte, wird sie einen Platz in den Gedanken vieler Menschen finden, und das hat sie, meine ich jedenfalls, verdient.

Noch im vergangenen Jahr hätten weder meine Frau noch ich daran geglaubt, dass wir mit unserem Produkt durch's Land reisen und sogar zweimal auf Helgoland, unserer Lieblingsinsel, lesen würden. Wo immer wir über das, was wir tun und die Arbeit, die wir fördern, berichten, treffen wir auf offene Ohren, Herzen und große Hilfsbereitschaft. Das macht uns Freude und stärkt unseren Willen einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, die Isolation von Menschen, die weder hören noch sehen können, ein wenig zu lockern." (Martin Nolte)