Buchtipp Oktober 2005

 Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes

Ein Buchtipp in Interviewform



Lömö: Ist es das erste Buch, dass Du von Carlos Ruiz Zafón gelesen hast, und wer hat Dich animiert?
Andrea: Ja, es ist das erste Buch, das ich von ihm lese, und angeregt hat mich eine Kollegin.
Lömö: Was macht die Attraktivität dieses Romans aus?
Andrea: Es ist eine „dichte“ Geschichte. Sie erzählt in der Ich-Form von der Welt der
vergessenen Bücher und der Welt der Beziehungen, von der Familie, den Freunden und der Liebe. – Und das alles vor dem Hintergrund der Diktatur in Spanien, des Franco-Regimes – also gibt es auch eine kräftige Portion Politik und Geschichte.
Lömö: Der Schatten des Windes ist jenes Buch, das vom Protagonisten aus der Bibliothek der vergessenen Bücher ausgewählt wird. Und was passiert dann?
Andrea: Für Daniel, erst 13 Jahre alt, verändert sich sein Leben. Die bedrohlich erscheinende Romanfigur aus dem Buch begegnet ihm tatsächlich, dieser unheimliche Mann mit einer Ledermaske stellt ihm nach und will um jeden Preis „sein“ Buch zurück. Aber Daniel lässt sich nicht einschüchtern. Er hat einen anderen Auftrag.
Lömö: Welchen?
Andrea: Er will das Rätsel um den Autor des Buches lösen. Dieses Buch lebt von großen
Spannungsbögen. Es gibt reichlich Anlass zum Nachdenken, vom Sinn des Lebens und der Bedeutung von Freundschaft und Liebe. Noch dazu ist das Ende überraschend. Deshalb verrate ich an dieser Stelle nichts!
Lömö: Da hilft wohl nur Selberlesen weiter!

Andrea Staschok, 42 Jahre, lebt in Berlin und ist Referentin der SPD-Bundestagsfraktion für Petitionen.

527 Seiten. Frankfurt 2003. Insel-Verlag