Buchtipp August 2005 von Daniel Osowski

Siddartha, Quelle Foto: Amazon

„Siddhartha“ von Hermann Hesse

Guten Tag, mein Name ist Daniel Osowski, ich bin Auszubildender im Berliner Büro von Gabriele Lösekrug-Möller und möchte Ihnen ein Buch vorstellen:

„Siddhartha“ von Hermann Hesse hatte in den 1960er Jahren eine große Resonanz, da zu dieser Zeit Jugendliche begannen gegen ihre Eltern zu rebellieren und nach anderen Lebensweisen und Religionen suchten.

In dieser Erzählung stellt Hermann Hesse einen Menschen vor, der sich aus familiären und gesellschaftlichen Zwängen befreit und seinen eigenen Weg findet. Siddhartha und sein Freund Govinda ziehen mit den Samanen durchs Land und lernen deren Lehren kennen, bis Siddhartha keinen Sinn mehr in der Lehre der Samanen sieht und alleine weiterzieht, ohne Govinda. In der Stadt lernt er die schöne Kurtisane Kamala kennen. Sie verschafft ihm eine Arbeit bei dem reichen Kaufmann Kamaswami, und mit der Zeit vergisst er seine anfänglichen Ziele und wird den Menschen, die er früher verachtete, immer ähnlicher. Als ihm das bewusst wird, zieht er die Notbremse, verlässt Kamala und all seinen Besitz und zieht weiter. Den Rest seines Lebens verbringt Siddhartha am Wasser, wo er einen Fährmann trifft, der ihm hilft seine Ziele zu finden und zu verwirklichen.

Es ist schwer den Inhalt und die tiefgründige Botschaft in einem kurzen Buchtipp zu beschreiben, lesen Sie es einfach selbst. Die Sprache ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig. Sie ist aber nicht schwer zu verstehen, wirkt nur altmodisch. Man muss sich einfach genug Zeit zum Lesen nehmen. Das Buch ist ein Plädoyer gegen Unfreiheit und Anpassung, von dem Henry Miller einmal sagte: "Siddhartha ist für mich eine wirksamere Medizin als das Neue Testament." Mir gefällt das Buch wegen seiner bedeutenden Botschaft, und ich kann Henry Miller nur zustimmen.

Hermann Hesse: Siddhartha. Suhrkamp 2002, 6,50 Euro
ISBN: 3518366823