LöMö zu Besuch beim Christophorus-Werk in Lingen

 
 

Gestern besuchte die parlamentarische Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller das Christophorus-Werk in Lingen an der Ems. Geschäftsführer Georg Kruse hatte schon vor einiger Zeit eine Einladung ausgesprochen, die nun eingelöst wurde.

 

Das Christophorus-Werk e.V. ist ein gemeinnütziges Sozialunternehmen mit dem Ziel Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen ein weitgehend selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen. In einer Gesprächsrunde wurde Gabriele Lösekrug-Möller die Arbeit des Werks vorgestellt. Besonders lebendig waren die Erzählungen der Betroffenen, die eine Arbeit gefunden haben, die ihnen Freude bereitet. So erzählte eine junge Frau von ihrer Tätigkeit in der lokalen Bücherei und ihrer Leidenschaft für Bücher, die Gabriele Lösekrug-Möller als gelernte Buchhändlerin teilt. Vernetzung mit den lokalen Unternehmen, das sei der Schlüssel zum Erfolg berichtet Georg Kruse, der sich auch in anderen Ausbildungsberufen des Christophorus-Werkes zeigt.

Im Anschluss an das Gespräch ging es zu einer Besichtigung der Räumlichkeiten. In der Schleifenwerkstatt des Christophorus-Werks wird Vernetzung besonders deutlich. So erzählt Georg Kruse von der Kooperation mit der ortsansässigen Hochschule, deren Maschinenbaustudenten eine neue Konstruktion für die Schleifenfertigung entwerfen sollen.

Auch über das Bundes-Teilhabe-Gesetzes, durch welches Menschen mit Behinderungen in ihrem Leben mehr selbst bestimmen können, wurde gesprochen. „ Mit der Verabschiedung des Gesetzes beginnt jetzt die zweite anstrengende Phase der Umsetzung, denn Inklusion nur auf dem Papier reicht nicht aus.“, so appellierte Gabriele Lösekrug-Möller.

Beim Mittagessen wurde sich über das Thema „Leichte Sprache“ ausgetauscht. Angela Neumann, die beim Christophorus-Werk, Texte in leichter Sprache schreibt und übersetzt stellte ihre Arbeit vor. Durch „Leichte Sprache“ werden selbst komplizierte Inhalte für jeden Menschen klar verständlich. So möchte auch Gabriele Lösekrug-Möller bald zum zweiten Mal im Bundestag eine Rede in „Leichter Sprache“ halten.

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