Für ein Jahr in die USA – Belana Röser aus Hessisch Oldendorf von LöMö für Stipendium ausgewählt

 
 

Ein Auslandsjahr in den USA, das war schon immer Belana Maria Rösers großer Traum, der jetzt in Erfüllung geht. Die 17-Jährige darf Anfang August im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) für ein Jahr in die USA reisen, wohin genau es geht steht noch offen. „West Virginia oder Virginia fände ich von der Landschaft her schön, und auch Bosten wäre nicht so weit entfernt.“, äußerte sich die Schülerin aus Welsede bei Hessisch Oldendorf zu ihrem Wunschreiseziel.

 

Durch ihre Lehrerin an der Oberschule Hessisch Oldendorf wurde Belana auf das Parlamentarische Patenschafts-Programm aufmerksam. In Zusammenarbeit mit dem US-Kongress vergibt der Deutsche Bundestag auch dieses Jahr wieder 285 Stipendien an Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland.

Zum 11. Mal durfte die Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller eines dieser Stipendien vergeben. Ihre Wahl fiel auf Belana.

In einem ersten Auswahlverfahren in Braunschweig, organisiert durch den American Field Service (AFS), konnte sich die Schülerin gegen ihre Mitbewerber in einer Gruppenarbeit und einem Einzelgespräch durchsetzen.

„Belana überzeugt nicht nur durch hervorragende schulische Leistungen, sondern auch aufgrund ihres außerschulischen Engagements“, begründet Gabriele Lösekrug-Möller ihre Entscheidung. Die Schülerin ist in ihrer Freizeit bei Tivi‘s Märchenspiel e.V. Hameln aktiv und  betreibt die Kampfsportart Jiu-Jitsu. Momentan besucht Belana die 11. Klasse an der Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln. Über die Zusage für das Stipendium freut sie sich sehr: „Ich persönlich gehe mit positiven Erwartungen für die Zukunft da rein.“. Neben dem Verbessern der Englischkenntnisse und dem Besuch einer High-School, möchte sich die Schülerin in den USA auch über aktuelle politische und wirtschaftliche Gegebenheiten austauschen.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge lassen die Eltern ihre Tochter über den großen Teich fliegen. Besonders Mutter Elke hat bedenken: „Man schickt ein Kind weg und bekommt einen Erwachsenen wieder.“. Ein Jahr, das ist eine lange Zeit in der viel passiert. Ihren 18. Geburtstag wird Belana in den USA feiern. Auch ihr  12-jähriger Bruder Niklas ist traurig, dass sie an seiner Konfirmation und an Weihnachten nicht da sein wird. „Heimweh wird es geben, das gehört dazu. Ich bin mir aber sicher, dass ich das meistern werde.“, erklärt die 17-jährige selbstbewusst. Auch auf den neuen Präsidenten der USA, Donald Trump reagiert sie gelassen: „Im Leben muss man auch mit Menschen umgehen können, mit denen man in den Vorstellungen nicht übereinstimmt. Ich nehme das als Herausforderung.“. Schon am Wochenende geht es zu einem ersten Vorbereitungskurs nach Berlin und dann im August zu einer Gastfamilie in die USA.